34 – Rami – Horrorfilm, Softair, Kindeswohl

Ein Messer im Kinderzimmer, Zeichnungen von zerstückelten Menschen und ein Junge, der in der Schule von Gewalt spricht: In diesem Fall geht es nicht nur um einen hochstrittigen Elternkonflikt, sondern um die Frage, was Bilder mit Kindern machen können. Rami lebt nach der Trennung seiner Eltern bei der Mutter, der Vater bestreitet die Vorwürfe – doch der Junge berichtet, bei ihm Horrorfilme gesehen zu haben, die nicht für Kinder bestimmt sind. Aline Strutz und Sebastian Bartoschek sprechen über FSK-Grenzen, elterliche Verantwortung, psychologische Diagnostik, kindliche Belastung, Umgangspflegschaft und die schwierige Frage, wann Medienkonsum nicht mehr Erziehungssache, sondern ein Kindeswohlthema wird.

17 – Lena: Kindeswohl trotz toxischer Ehe

In dieser Folge von Salziger Pudding wird es intensiv, persönlich und unbequem. Sebastian bringt den „Fall Lena“ mit – ein Fall, der exemplarisch zeigt, wie schwer die Entscheidung über das Aufenthaltsbestimmungsrecht eines Kindes sein kann, wenn persönliche Sympathien, moralische Bewertungen und psychologische Wirkprinzipien kollidieren.

Im Mittelpunkt steht die siebenjährige Lena, die zwischen ihrer psychisch belasteten, aber liebevollen Mutter und ihrem strukturierten, aber emotional abweisenden Vater aufwächst. Der Vater erscheint nach außen verlässlich, der Mutter traut man die Erziehung kaum noch zu – doch was, wenn genau diese psychische Belastung eine Folge jahrelanger Entwertung, Kontrolle und Gewalt war?

Aline und Sebastian diskutieren leidenschaftlich: Darf man ins Handy des Partners schauen? Wie viel Übergriff ist moralisch erlaubt? Was löst in uns Parteilichkeit aus – und was hat das in einem Gutachten zu suchen? Nebenher geht es um das Nestmodell, Priming, den Unterschied zwischen moralischer Wahrheit und juristischer Realität – und um die Frage, was wir tun, wenn das Leben uns mit den falschen Fragen konfrontiert.

Ein aufrüttelnder Einblick in psychologische Gutachtenpraxis, Familienrecht und emotionale Zwickmühlen – mit gewohnter Tiefe, Streitlust und einem Hauch Sat.1-Serienfeeling.