25 – Sascha: „Mein Vater hat mich geschlagen.“


„Mein Vater hat mich geschlagen.“ Mit diesem Satz bringt Sascha seinen Klassenlehrer aus dem Konzept – und setzt eine Kette in Gang, die Jugendamt, Gericht und Gutachter beschäftigt. Das Gesicht des Jungen ist gezeichnet, die Eltern sprechen von einem Handballunfall, der Vater weist jede Verantwortung von sich, die Mutter zieht sich in ihre eigene Wirklichkeit zurück. Ein rechtsmedizinisches Gutachten bestätigt elf gezielte Schläge, während Sascha nur eines will: dass endlich die Wahrheit ausgesprochen wird. Sebastian und Aline sprechen darüber, wie Loyalität Kinder zum Schweigen bringt, warum Wahrnehmungsverzerrungen so gefährlich sind und wieso Schutz manchmal bedeutet, ein Kind dauerhaft aus seiner Familie zu lösen.

Ein Gedanke zu „25 – Sascha: „Mein Vater hat mich geschlagen.“

  1. Vielen Dank für die (wie immer) sehr coole Folge.

    So ganz erschließt sich mir noch nicht der Unterschied zwischen familienpsychologischem und psychiatrischem Gutachten noch nicht. Gerade letzteres kann ich noch schwer einordnen. Geht da nur darum, Diagnosen zu erheben? Braucht man das, wenn diese z.B. schon feststehen?
    Wann macht man was? Bzw. was soll da jeweils das Ergebnis sein?

    Ist es eigentlich korrekt, dass bei Verweigerung der Eltern das Gutachten trotzdem durchgeführt wird, aber Sachverständige nach Aktenlage beurteilen? Darfst Du als Psychologe auch ein psychiatrisches Gutachten durchführen @Sebastien?

    Vielleicht könntet Ihr das ja nochmal beleuchten… Fänd’s auch interessant wie Eure Arbeit da konkret aussieht. Man kann ja erstmal eine Menge behaupten und sich für die paar Stunden eines Gutachtens zusammenreißen. Was hinter verschlossenen Türen stattfindet ist dann etwas anders (ist ja nicht immer so offensichtlich wie im beschriebenen Fall), zumal es ja auch (Persönlichkeits-)Störungen gibt die sich nicht so ganz offensichtlich zeigen. Hab das Gefühl, dass Jurist:innen da auch eher weniger bewandert sind.

    Und ja, das Thema das Ihr bezüglich strafrechtlichen Konsequenzen angesprochen hattet, finde ich höchst interessant. Habe es leider erlebt, dass selbst offensichtliche Falschaussagen in eidesstattlichen Erklärungen keinerlei Konsequenzen hatten. Warum muss das Gericht hier nicht aktiv werden? 🤔 Als Elternteil will man da ja auch nicht unbedingt noch Öl ins Feuer kippen und es den Kindern erschweren.

    PS: Achja… Wegen Überziehen. Ich mag es wenn ein Thema ausführlich beleuchtet wird. Wie lang die Folgen gehen ist mir egal. Ist ja eigentlich die Stärke von Podcasts, dass man kein starres Sendungskonzept hat. Find’s eher störend wenn man da künstlich abbricht, weil irgendein Zeitlimit erreicht ist. Also gerne länger…

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